Wie pflegt man seine Füße im Winter?

02.03.2026

4 min Lesung

Wissenschaftliche Validierung
Tiffanie Noel
Podologe PODERM®
prendre soin de ses pieds en hiver

Wenn mit dem Wintereinbruch oft eine spezielle Pflegeroutine für die Feuchtigkeit von Gesicht und Händen einhergeht, werden die Füße hingegen häufig vergessen.

Versteckt in warmen Stiefeletten und anderen dicken Schuhen entgehen sie unserer Aufmerksamkeit. Dabei werden die Füße in der kalten Jahreszeit stark beansprucht: Sie müssen mit der Trockenheit durch Kälte und Heizungsluft, mit plötzlichen Temperaturunterschieden sowie mit Feuchtigkeit durch das Tragen geschlossener Schuhe und dicker Socken zurechtkommen.

Da sie bei jedem Wetter Ihre volle Aufmerksamkeit verdienen, erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Füße im Winter richtig pflegen, um rissige Haut und Trockenheit endlich loszuwerden.

Warum ist der Winter der Feind der Füße?

Die winterliche Kälte ist zunächst deshalb ein Feind der Füße, weil sie die Talgproduktion der Haut verringert – ein Talg, der an dieser Körperstelle ohnehin nur in sehr geringer Menge vorhanden ist, da es dort kaum Talgdrüsen gibt.

Außerdem wirkt sich die Kälte auf die Durchblutung aus, die in den peripheren Bereichen des Körpers verlangsamt wird. Dadurch kann die Haut nicht mehr ausreichend von allen Nährstoffen profitieren, die über die Ernährung zugeführt werden (auch die Nägel sind übrigens von diesem Problem betroffen).

Trockene Luft, ebenso wie Heizungsluft, lange heiße Duschen oder Fußbäder, tragen ebenfalls zur Austrocknung der Epidermis bei.

Und schließlich: So verständlich es ist, seine Füße im Winter warmhalten zu wollen, kann das Tragen enger und wenig atmungsaktiver Schuhe einerseits zu Feuchtigkeit, Nagel- und Fußpilz führen und andererseits die Bildung von Hornhaut begünstigen.

Welche Fußprobleme treten im Winter am häufigsten auf?

Mit dem Wintereinbruch können verschiedene Fußbeschwerden auftreten, die zwar meist harmlos sind, aber dennoch die Lebensqualität beeinträchtigen können:

  • Risse (Fersenrisse): Sie treten überwiegend an der Ferse auf. Diese Hautrisse (auch Rhagaden genannt) entstehen durch trockene und verdickte Haut, die an Elastizität verliert und unter dem Körpergewicht oder durch Reibung einreißt. Sind sie tief, können sie schmerzhaft sein.
  • Trockenheit: Auch als Xerosis cutis bezeichnet, zeichnet sich trockene Haut durch Rauheit, oberflächliche Schuppung sowie ein Spannungsgefühl oder Unbehagen aus.
  • Hornhaut: Die Verdickung und Verhärtung der obersten Hautschicht verschlimmert sich im Winter häufig, da trockene Haut versucht, sich stärker vor äußeren Einflüssen zu schützen, wodurch die Hornbildung beschleunigt wird.
  • Juckreiz und Rötungen: Oft bedingt durch Temperaturschwankungen oder eine Reaktion auf Wollsocken, ist es im Winter nicht ungewöhnlich, dass die Füße jucken.
  • Schwellungen: Entgegen der landläufigen Meinung schwellen Füße nicht nur im Sommer an. In der kalten Jahreszeit können mehr Bewegungsmangel, das Tragen geschlossener und teils steiferer Schuhe sowie überheizte Innenräume die Durchblutung beeinträchtigen.
  • Pilzinfektionen: Da die Füße im Winter weniger belüftet sind als im Sommer, sind sie anfälliger für Fußpilz und Nagelpilz.

Kleine winterliche Fußbeschwerden: Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Blutungen, ausbleibende Wundheilung, wiederkehrende Beschwerden oder erste Anzeichen einer Infektion sind Warnsignale – zum Beispiel bei einer Fersenrissbildung (Rhagade).

Vereinbaren Sie einen Termin bei einer medizinischen Fußpflegekraft (Podologin/Podologe). Je nach Situation kann sie oder er überschüssige Hornhaut (Hyperkeratose) entfernen, Orthesen zur Druckentlastung verordnen und/oder geeignetes Schuhwerk empfehlen. Zudem erhalten Sie wertvolle Tipps für die richtige tägliche Pflege, damit Ihre Füße langfristig geschmeidig bleiben.

Besondere Vorsicht ist bei Menschen mit Diabetes geboten. Die regelmäßige Behandlung durch eine Podologin oder einen Podologen gehört hier zur wichtigen medizinischen Versorgung.

Wenn Sie vermuten, an einem Haut- oder Nagelpilz zu leiden, sollten Sie möglichst frühzeitig eine Fachperson aufsuchen, da diese Infektionen langwierig und mitunter schwierig zu behandeln sein können.

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Füße im Winter pflegen: Unsere Routine

Hier sind die 5 Schritte der Expertinnen und Experten von PODERM® für gesunde Füße – selbst bei sehr kalten Temperaturen!

Schritt 1: Reinigen, ohne die Haut zu reizen

Eine gute Hygiene ist das ganze Jahr über entscheidend, um die Füße gesund zu erhalten. Im Winter sind jedoch zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.

Bevorzugen Sie daher kurze Duschen oder Bäder mit lauwarmem Wasser, um die Haut nicht zusätzlich zu strapazieren. Achten Sie außerdem besonders sorgfältig auf das Abtrocknen, um Mazeration (insbesondere zwischen den Zehen) möglichst zu vermeiden.

Schritt 2: Nach dem Abtrocknen eincremen

Das Eincremen nach der Dusche oder dem Bad hilft, die Feuchtigkeit in der Haut einzuschließen und ihren Hydrolipidfilm wiederherzustellen.

Je nach Bedarf können Sie eine Creme auf Basis von Folgendem wählen:

  • Urea (Harnstoff) – ein feuchtigkeitsspendender Wirkstoff, der Wasser anzieht und speichert
  • Sheabutter – besonders nährend
  • Allantoin – mit beruhigenden und regenerierenden Eigenschaften

Für eine noch bessere Wirksamkeit kann die Pflege durch ein Öl für sehr trockene Füße ergänzt werden, wie zum Beispiel das Sehr trockene und geschädigte Füße Serum von PODERM®, das die Hautbarriere 24 Stunden lang schützt und kontinuierlich regeneriert.

Schritt 3: Mit Bedacht peelen

Ein Peeling hilft zwar, einen Teil der abgestorbenen Hautzellen zu entfernen, die die „Hornhaut“ bilden, sollte jedoch nicht öfter als einmal pro Woche durchgeführt werden. Bei gereizter oder rissiger Haut ist es unbedingt zu vermeiden.

Um Ihr Fußpeeling selbst herzustellen, mischen Sie grobes Salz mit Kokosöl oder Süßmandelöl und fügen Sie nach Wunsch etwas Honig hinzu.

Schritt 4: Bei Bedarf reparieren

Sind bereits Verdickungen vorhanden, empfiehlt sich die Anwendung einer speziellen Pflege gegen Fersenrisse, wie zum Beispiel die Hautrisse und Hornhaut Plege von PODERM®. Sie besteht aus einem hochkonzentrierten Serum und einem Paar Gel-Socken, repariert Risse innerhalb von sieben Tagen und stellt die Elastizität der Haut wieder her.

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Schritt 5: Schützen

Im Alltag sollte man auf synthetische Socken verzichten und stattdessen Naturfasern wie Baumwolle oder Wolle bevorzugen. Nach dem Eincremen kann man die Socken auch über Nacht anbehalten, um das Einziehen der Pflege zu fördern.

Bei den Schuhen empfiehlt es sich, bequeme Modelle zu wählen, die den Zehen ausreichend Bewegungsfreiheit lassen. Sie sollten wasserdicht sein, um vor Witterungseinflüssen zu schützen, und zugleich atmungsaktiv, damit Feuchtigkeit und Schweiß besser entweichen können.

Schließlich trägt auch die richtige Nagelpflege im Winter zur Fußgesundheit bei. Achten Sie daher darauf, die Nägel regelmäßig zu feilen und bei Bedarf einen pflegenden Farblack wie „Color Care“ aufzutragen, um geschädigte Nägel zu reinigen und zu nähren.

Fußpflege im Winter: Fehler, die man vermeiden sollte

Neben der richtigen Pflegeroutine gibt es mehrere Fehler, die man vermeiden sollte, wenn man gesunde Füße im Winter erhalten möchte:

  • Abschneiden von abgestorbener Haut mit Schere oder Klinge – dies kann zu Blutungen und Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Viren führen.
  • Reine Vaseline als einzige Pflege verwenden – sie bildet zwar einen Schutzfilm, verhindert aber gleichzeitig, dass Wasser in die Haut eindringen kann.
  • Barfuß zu Hause laufen – fehlender Schutz und der Kontakt mit kalten Böden (z. B. Fliesen) fördern die Austrocknung und Verdickung der Haut.

Glauben, eine einmalige Anwendung von Creme oder Serum sei ausreichend – Fußpflege wirkt nur bei regelmäßiger und kontinuierlicher Anwendung.