Fußpflege

Wie erkennt und behandelt man Hornhaut an den Füßen?

09.12.2025

5 min Lesung

Wissenschaftliche Validierung
Tiffanie Noel
Podologe PODERM®
Gros plan sur une personne de dos sur la pointe des pieds, les deux talons concernés par des crevasses

Hornhaut ist meist harmlos. Wenn sie jedoch Schmerzen verursacht, kann ihr Auftreten das tägliche Leben durchaus beeinträchtigen. Hier erfahren Sie, wie man Hornhaut erkennt und deren Ursachen identifiziert, um sie ordnungsgemäß zu behandeln. Außerdem beantworten wir die Frage: Kann man Hornhaut selbst behandeln?

Was ist Hornhaut?

Unter Hornhaut versteht man eine Vernarbung oder Verdickung und Verhärtung der Epidermis, die durch eine übermäßige Keratinbildung hervorgerufen wird (Hyperkeratose). Am häufigsten tritt Hornhaut an den Fußsohlen auf und betrifft meist beide Füße.

Dabei handelt es sich um eine normale Reaktion des Körpers, die die Hornhaut zum Schutz gegen äußere Einflüsse bildet.

Hornhaut ist ungefährlich, nicht ansteckend und in der Regel weitaus weniger schmerzhaft als ein Hühnerauge am Fuß. Dennoch kann sie Beschwerden verursachen und in fortgeschrittenen Fällen Risse und Schrunden bilden.

Je nach Stadium kann Hornhaut sogar zu sensorischen Störungen führen, was eine Veränderung des Gangbildes und in einigen Fällen zu Unsicherheiten beim Gehen führen kann.

In rissiger Hornhaut können sich zudem Bakterien ansammeln, die einen unangenehmen Geruch absondern und einen Nährboden für die Entwicklung von Pilzinfektionen schaffen.

Welche Arten von Hornhaut gibt es?

Hornhaut kann an verschiedensten Körperstellen auftreten. Die häufigsten Formen von Hornhaut sind:

  • Hornhaut am Fußballen: Am häufigsten tritt Hornhaut an einem oder mehreren Mittelfußknochen am Vorderfuß auf.
  • Hornhaut an den Zehen: In der Regel entsteht die Hornhaut an der Seite des kleinen oder großen Zehs.
  • Hornhaut an den Fersen: Weil die Ferse viel Gewicht tragen muss, ist auch sie häufig von Hornhaut betroffen.

Wie entsteht Hornhaut?

In den meisten Fällen wird Hornhaut durch zu enges Schuhwerk verursacht und entsteht durch die wiederholte Reibung der Haut gegen den hervorstehenden Knochen. Auch das Tragen von hohen Absätzen kann Hornhaut begünstigen, da die unnatürliche Stellung des Fußes keine optimale Gewichtsverteilung auf den Füßen zulässt.

Darüber hinaus kann Hornhaut auch in den folgenden Fällen auftreten:

Bei intensiver körperlicher Aktivität wie Laufen, Tanzen oder Wandern

Bei Ausübung von Berufen, die wiederholte Bewegungen oder langes Stehen erfordern (Krankenpflege, Gastronomie, Wachdienst etc.)

Aufgrund der im Alter dünner und trockener werdenden Haut

Durch Fehlbildungen oder Verformungen des Fußes (z. B. Hallux valgus oder Senkfuß), die die Druckpunkte verändern

Durch die Entwicklung von Krallen- oder Hammerzehen

      Aufgrund einer von Natur aus empfindlichen Hautbeschaffenheit

      Durch häufiges Barfußgehen ohne Schuhe und Socken

      Durch eine mangelnde Feuchtigkeitsversorgung der Haut, die durch Reibung und Druck leichter verhärtet

 

Welche Arten von Hornhaut können an den Füßen entstehen?

An den Füßen können verschiedene Arten von Hornhaut auftreten, wobei jede davon einem bestimmten Bereich des Fußes sowie einer bestimmten Form von Druck oder Reibung entspricht.

1. Hornhaut an den Fußsohlen: An den Fußsohlen entsteht Hornhaut insbesondere unter den Mittelfußknochen, wo das Körpergewicht beim Gehen am stärksten einwirkt. Die oft breiten und flachen Schwielen können aufgrund des kontinuierlichen Drucks beim Gehen oder Laufen Schmerzen verursachen.

2. Hornhaut an den Zehen: An den Zehen tritt Hornhaut in der Regel an den Seiten oder auf der Oberseite auf. Meist wird sie durch schlecht sitzende und an den Zehen reibende Schuhe oder durch Zehenfehlstellungen wie Ballenzehen (Hallux valgus) oder Hammerzehen verursacht.

3. Hornhaut zwischen den Zehen: Zwischen den Zehen bildet sich Hornhaut vorwiegend aufgrund von Feuchtigkeit. Zwar sind die Schwielen hier meist weicher, können aber gleichzeitig durch die ständige beidseitige Reibung auch größere Schmerzen hervorrufen.

Gros plan sur un durillon au pied

Wie sieht Hornhaut aus?

Hornhaut zeichnet sich in erster Linie durch eine dicke und harte Schicht abgestorbener Haut aus. Ihre Konturen sind weniger deutlich ausgeprägt als beispielsweise bei einem Hühnerauge. In der Regel ist Hornhaut relativ großflächig, flach, trocken, rau, mitunter rissig und hat eine gelbliche Farbe, die sie von der umliegenden unversehrten Haut unterscheidet.

Wenn die umliegende Haut gerötet und geschwollen ist, kann dies auf eine Entzündung der Hornhaut hinweisen.

Je nach Größe und Erscheinungsbild geht Hornhaut mitunter auch mit ästhetischen Beeinträchtigungen einher, was betroffene Personen oft vermehrt dazu veranlasst, die Füße bedeckt zu halten.

Dornwarze, Fußwarze, Hühnerauge, Hornhaut: Was ist der Unterschied?

Immer wieder kommt es zu Verwechslungen zwischen Hornhaut, Dornwarzen, Hühneraugen und Warzen. Tatsächlich bestehen jedoch klare Unterschiede:

  • Dornwarze: Dornwarzen sind sehr schmerzhaft und befinden sich meist an den Fußsohlen, Fersen und zwischen den Zehen. Sie bestehen aus einem kleinen, runden, klar abgegrenzten und harten Kern, der tief in die Haut einwächst.
  • Hühnerauge: Hühneraugen bilden sich oft zwischen den Zehen und sind durch eine weiche, weiße Verdickung mit roten Rändern und einem schwarzen Punkt in der Mitte gekennzeichnet.
  • Fußwarze: Warzen an den Füßen sind meist schmerzhaft und werden durch einen Virus verursacht. Sie sind flach, in der Mitte weiß und von einer übermäßigen Hornschicht umgeben. Es können eine oder mehrere Warzen auftreten, die ein Mosaik bilden.

Um sicherzugehen, dass es sich um gewöhnliche Hornhaut handelt, können Sie einen Termin bei einem/einer Fußpfleger:in/Podolog:in vereinbaren. Eine medizinische Fachkraft kann die Verdickungen bei Bedarf schmerzfrei entfernen.

Wenn es sich tatsächlich um Hornhaut handelt, kommt darunter eine glatte und klare Haut zum Vorschein, während bei anderen Formen eine Verbindung zum darunterliegenden Gewebe besteht.

Wie entfernt man Hornhaut an den Fußsohlen?

Hornhaut sollte nur dann entfernt werden, wenn sie:

  • rot und schmerzhaft ist
  • das Gehen erschwert
  • Reizungen hervorruft
  • sich entzündet
  • Stürze verursacht (insbesondere bei älteren Menschen)
  • Sie Diabetiker sind oder an einer Hauterkrankung an den Füßen leiden (Ekzem, Psoriasis etc.) 

In diesen Fällen sollten Sie eine medizinische Fachkraft (Podolog:in) aufsuchen, die eine präzise Diagnose stellen und geeignete Behandlungen verschreiben kann, zum Beispiel:

  • Anwendung von Desinfektionsmitteln
  • Entfernung von Hornhaut oder überschüssigem Gewebe mit einer Klinge
  • Hornhaut-Pflaster oder Fußpolster für den Fußballen, um den durch das Körpergewicht ausgeübten Druck zu dämpfen und die Hyperkeratose zu lindern
  • Verschreibung von maßgefertigten Orthesen oder orthopädischen Einlagen, um die Gewichtsverteilung zu korrigieren

Darüber hinaus empfiehlt sich für bestimmte Personengruppen eine regelmäßige Fußpflegebehandlung. Dies gilt beispielsweise für Menschen im fortgeschrittenen Alter, die die grundlegende Fußpflege nicht länger selbst durchführen können.

Das Hornhaut-Pflaster von PODERM® federt den Druck auf die Fußsohle dank seiner Gelpolsterung ab und sorgt so für eine sofortige Schmerzlinderung. Es passt sich allen Füßen und Schuhen an und beugt der Bildung von Hornhaut dauerhaft vor.

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Wie entfernt man Hornhaut am Fuß?

Auch wenn es verlockend ist, Hornhaut selbst zu entfernen, raten wir von einer Eigenbehandlung ab.

Die Verwendung von Hornhautfeilen, Nagelfeilen oder Bimssteinen kann zu Verletzungen und damit einhergehenden Infektionen führen. Dies gilt umso mehr für Menschen, die an Diabetes oder Durchblutungsstörungen in den Beinen und somit an einem erhöhten Risiko für eine verzögerte Wundheilung leiden.

Auch rezeptfreie Hornhautentfernungsmittel aus der Apotheke sind mit Vorsicht zu genießen. Diese sind in Form von Cremes, Salben oder Pflastern erhältlich und enthalten Salicylsäure, die überschüssiges Keratin auflösen soll. Allerdings greift die Säure auch gesunde Hautpartien an, wenn sie versehentlich zu großflächig aufgetragen wird.

⚠️ Bei schmerzhaften und/oder entzündeten Hornhautstellen sollten Sie schnellstmöglich eine medizinische Fachkraft aufsuchen.

Gros plan sur la plante d’un pied protégée par un coussinet plantaire

Wie entfernt man Hornhaut an den Fußsohlen mit Hausmitteln?

Hausmittel und andere natürliche „Behandlungen“ werden aufgrund ihrer vermeintlich weichmachenden Wirkung oft als erste Wahl zur Behandlung von Hornhaut herangezogen. Aber wie sicher und effizient sind Teebaumöl, Zitrone oder grüne Tonerde in der Anwendung?

Ätherische Öle Gegen Hornhaut

Als Klassiker unter den alternativen Behandlungsmethoden wird das ätherische Teebaumöl oft zur Entfernung von Hornhaut empfohlen.

Aber wie alle ätherischen Öle kann es sich in reiner Form und bei falscher Dosierung als schädlich erweisen, weshalb bei Kindern sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit ganz von der Anwendung abgeraten wird. Außerdem neigt es dazu, die Haut eher auszutrocknen, als sie zu pflegen.

Wenn Sie dennoch ein ätherisches Öl gegen Hornhaut verwenden möchten, sollten Sie es mit einem neutralen Pflanzenöl (das über eine pflegende Wirkung verfügt) vermengen und mindestens 24 Stunden vor der Anwendung einen Allergietest durchführen.

Natron Gegen Hornhaut

In einem Fußbad (mitunter in Kombination mit weißem Essig) angewendet, soll Natron die Haut aufweichen und so eine leichtere Entfernung der Hornhaut ermöglichen. Als Paste aus drei Esslöffeln Natron und einem Esslöffel Wasser kann es auch direkt auf die Hornhaut aufgetragen werden.

Die tatsächliche Wirksamkeit von Natron ist jedoch sehr begrenzt oder sogar gleich null. Darüber hinaus behandelt es nicht die möglichen Ursachen der Hornhaut.

Tonerde-Umschläge Zur Behandlung Von Hornhaut

Grüner Tonerde werden reinigende, peelende und regenerierende Eigenschaften nachgesagt, was sie auch zur Entfernung von Hornhaut interessant erscheinen lässt.

Dazu reicht es aus, die Hornhaut mit gebrauchsfertiger grüner Tonerde zu bedecken, ein Stück Wundgaze darüberzulegen und das Ganze mit Frischhaltefolie zu umwickeln. Danach sollte der Umschlag über Nacht einwirken.

Wir raten jedoch von der Verwendung von grüner Tonerde ab, da eine längere Anwendung zu Reizungen und trockener Haut führen kann, was die Hornhaut noch verschlimmert.