Nagelpilz

Nagelpilz: Definition, Symptome and Behandlung

01.27.2026

9 min Lesung

Wissenschaftliche Validierung
Mathilde Galy
Podologe PODERM®
Mycose de l’ongle : définition, causes, symptômes et traitement

Nagelpilz an den Zehen oder Fingern ist ein weitverbreitetes Leiden. Schätzungsweise 6 bis 9 % der Bevölkerung sind davon betroffen – bei Menschen im fortgeschrittenen Alter sind es sogar bis zu dreimal so viele.

Obwohl Nagelpilz in der Regel harmlos ist, können die gelbliche Verfärbung und die Verdickung des Nagels zu erheblichen ästhetischen Beeinträchtigungen führen. Doch glücklicherweise gibt es verschiedene Behandlungsmethoden, um den unliebsamen Pilz wirksam zu bekämpfen.

Hier erfahren Sie, wie man eine Nagelpilzinfektion erkennt, um sie so früh wie möglich zu behandeln und einem erneuten Auftreten vorzubeugen.

Was versteht man unter Nagelpilz oder Onychomykose?

Nagelpilz (auch Nagelmykose oder Onychomykose genannt) ist eine Pilzinfektion der Zehen- oder Fingernägel. Sie charakterisiert sich durch das Vorhandensein eines mikroskopisch kleinen Pilzes unter dem Nagel, der in drei Kategorien unterteilt wird:

  • Anthropophile Dermatophyten (häufig)
  • Hefepilze, meist Candida albicans (seltener)
  • Schimmelpilze (selten)

Obwohl Nagelpilz sowohl an den Händen als auch an den Füßen auftritt, sind die Füße zehnmal häufiger davon betroffen. Besonders oft wird der große Zeh in Mitleidenschaft gezogen, der aufgrund seiner Größe, seiner Platzierung und seiner stabilisierenden und vorantreibenden Funktion beim Gehen anfälliger für Verletzungen ist.

Meist wird der Nagelpilz am Fuß durch Dermatophyten (Fadenpilze) hervorgerufen, während eine Nagelpilzinfektion an den Händen überwiegend durch Hefepilze verursacht wird.

Während er bei Kindern nur selten anzufinden ist, ist Nagelpilz bei Erwachsenen und insbesondere bei Männern ein häufiges Leiden. Bei 30 % der Betroffenen handelt es sich um Menschen über 70 Jahren.

In der Regel beginnt die Nagelpilzinfektion mit der seitlichen Infektion des Nagels aufgrund einer lokalen Verletzung, bevor sie schließlich das Nagelbett erreicht. Man spricht in diesem Fall von einer distolateralen subungualen Onychomykose. In dieser für ihn idealen, warmen und feuchten Umgebung ernährt sich der Pilz von Keratin, dem Hauptbestandteil der Nägel.

Wichtig ist, dass Nagelpilz in den meisten Fällen keine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Stattdessen handelt es sich in erster Linie um ein ästhetisches Problem, verbunden mit der Angst, den Pilz auf Mitmenschen zu übertragen.

Was Sind Die Ursachen Für Nagelpilz?

Da es viele verschiedene Ursachen für Nagelpilz gibt, ist die Behandlung recht langwierig. Häufig kann es auch zu einem erneuten Auftreten kommen.

Die im Grunde harmlose Erkrankung hat ihren Ursprung häufig im alltäglichen Leben der Betroffenen. Hier finden Sie einige der wichtigsten Ursachen:

  • Ungeeignetes Schuhwerk (zu klein, zu eng, hohe Absätze, steifes Material etc.). Beengte Zehen und Nägel sind empfindlicher und können sich leichter ablösen, was Pilzinfektionen begünstigt.
  • Socken aus synthetischen Materialien, die den Fuß nicht atmen lassen.
  • Sportarten wie Laufen oder Fußball (wiederholte Stöße), Kampfsportarten (barfuß auf Tatami-Matten) oder Schwimmen (ausgedehnter Wasserkontakt).
  • Bestimmte Berufe wie z. B. Sicherheitspersonal, deren oft unbequeme Schuhe zu übermäßigem Fußschweiß führen können.
  • Regelmäßige Verwendung von künstlichen Nägeln und semi-permanentem Nagellack.
  • Ein bereits geschwächter Nagel, der einen starken Stoß oder mehrere Mikrotraumata (z. B. durch Nägelkauen) erlitten hat, sich unter mechanischer Belastung schließlich ablöst und eine Öffnung für Pilze entstehen lässt.
  • Rauchen, das die Durchblutung beeinträchtigt.
  • Der natürliche Alterungsprozess, der zu einem verlangsamten und verdickten Nagelwachstum führt.

Darüber hinaus gibt es auch physiologische Ursachen für das Auftreten von Nagelpilz:

  • Fußpilz: Eine bereits bestehende Pilzinfektion (häufig zwischen den Zehen) kann im Laufe der Monate oder Jahre auf benachbarte Bereiche, darunter auch die Nägel, übergreifen.
  • Die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Immunsuppressiva) kann die körpereigene Bekämpfung der Infektion verhindern.
  • Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Krebs, AIDS, Gefäß- oder Lymphstörungen, Hyperhidrose sowie Hautkrankheiten wie Psoriasis, Alopecia areata oder Lichen planus.
  • Fehlstellungen wie Hallux valgus oder Hammerzehen, die zu wiederholter Reibung führen.
  • Bestimmte genetische Prädispositionen.

Ist Nagelpilz ansteckend?

Nagelpilz an Händen und Füßen ist sehr ansteckend. Deshalb muss er so schnell wie möglich behandelt werden, um eine Ansteckung der ganzen Familie zu vermeiden.

Es wird daher dringend empfohlen, parallel zur Behandlung eine regelmäßige Desinfektion von Nagelfeilen, Scheren und Nagelknipsern durchzuführen, jedem Familienmitglied ein eigenes Badetuch zuzuweisen, Duschvorleger häufiger zu wechseln und auch die Duschwanne regelmäßig zu reinigen.

Je nach Pilzart kann Nagelpilz auf verschiedene Weise übertragen werden:

  • Dermatophyten: durch Kontakt mit bereits kontaminierter Kleidung, Handtüchern oder Schuhen oder mit Oberflächen, auf denen betroffene Personen befallene Hautschuppen hinterlassen haben (Schwimmbad, Sauna, Umkleideräume, Badezimmer, Teppiche in Hotels, stark frequentierte Strände etc.)
  • Hefepilze: durch häufigen Kontakt mit Wasser (häufiges Händewaschen oder Fußwaschen, feuchte Umgebungen)
  • Schimmelpilze: durch Barfußlaufen auf kontaminiertem Boden

Was sind die Symptome einer Nagelpilzinfektion?

Nagelpilz lässt sich an bestimmten, mehr oder weniger charakteristischen Symptomen erkennen, darunter:

  • Weiße oder gelbliche Verfärbungen
  • Verdickungen der Nagelplatte
  • Unregelmäßige, raue und/oder brüchige Nageloberfläche
  • Ansammlung von gelblichen Hautschuppen unter dem Nagel
  • Braune oder schwarze Linie auf dem Nagel
  • Beschwerden oder Schmerzen aufgrund von Bruchstellen und Reibung, insbesondere am großen und kleinen Zeh
  • Grüne Pigmentierung
  • Partielle oder totale Nagelablösung
  • Roter und empfindlicher Rand um den Nagel
  • Eiteraustritt
  • Juckreiz
  • „Schimmeliges“ oder „verfaultes“ Erscheinungsbild

Welche Fachkräfte können Nagelpilz an den Füßen oder Händen behandeln?

Wenn der Nagelpilz an den Füßen auftritt, können Sie sich an eine:n Podolog:in wenden, bei Nagelpilz an den Händen ist hingegen ein:e Dermatolog:in zuständig. Sie sollten schnellstmöglich einen Termin vereinbaren, wenn:

  • die Pilzinfektion körperliche oder seelische Beschwerden verursacht
  • der Nagelpilz wiederholt auftritt
  • sich eine Wunde bildet
  • Sie an Diabetes oder einer Immunschwäche leiden oder eine Knochenmarktransplantation erhalten haben
  • Zweifel hinsichtlich der Ursache der Symptome bestehen

Da es neben dem Nagelpilz noch zahlreiche weitere Nagelerkrankungen gibt und auch Faktoren wie Rauchen oder das längere Tragen von minderwertigem Nagellack zu einer Gelbfärbung des Nagels führen können, lässt sich anhand der klinischen Untersuchung oft keine eindeutige Diagnose stellen.

Aus diesem Grund wird häufig die laboranalytische Untersuchung einer Probe empfohlen. Diese Probe wird durch Ausschneiden und anschließendes Abschaben des Nagels oder – seltener – durch eine Biopsie entnommen.

Die Untersuchung im Labor ist derzeit die sicherste Methode, um eine eindeutige Diagnose und damit eine geeignete Behandlung zu erhalten. Es kann jedoch einige Zeit dauern, bis die Ergebnisse vorliegen (im Falle von Dermatophyten sogar mehrere Wochen).

Gros plan sur la main d’un podologue examinant plusieurs ongles d’un pied concernés par une mycose

Wie behandelt man Nagelpilz?

Nagelpilz ist für seine lange Behandlungsdauer bekannt, wobei die Erfolgsquote je nach Therapieoption variiert.

Um ihn langfristig loszuwerden, sollten Sie sich schnellstmöglich an eine medizinische Fachkraft wenden und sich strikt an die verschriebene Behandlung halten (für die natürliche Behandlung von Nagelpilz an den Zehen haben wir einen eigenen Ratgeber zusammengestellt).

Lokale (Oder Topische) Behandlung Durch Antimykotika

Topische antimykotische Behandlungen werden oft in erster Instanz verschrieben, wenn der Pilzbefall weniger als die Hälfte des Nagels betrifft und nicht mehr als zwei Finger oder Zehen davon befallen sind.

Um einer beginnenden oder leichten Pilzinfektion wirksam entgegenzuwirken, hat PODERM® ein Serum zur Behandlung von Nagelpilz entwickelt.

Das Nagelpilz-Serum von PODERM® wirkt mechanisch, indem es einen schützenden Lipidfilm bildet, der gelbe, beschädigte oder sich ablösende Nägel behandelt und gleichzeitig die Ausbreitung auf benachbarte Nägel verhindert.

Bei schwereren Pilzinfektionen kann es mit dem Booster-Serum gegen Nagelpilz kombiniert werden, das eine intensive Regeneration und beschleunigte Heilung ermöglicht.

Sollte der Nagelpilz Schmerzen verursachen, kann die Behandlung durch eine Zehenkappe ergänzt werden. Dieser Schutz aus Silikongel fördert ein gleichmäßiges Nachwachsen, indem er den betroffenen Zeh isoliert und Stöße absorbiert.

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Nagelpilz-Behandlung Mit Naggellack

In bestimmten Fällen kann die medizinische Fachkraft auch einen Nagellack gegen Nagelpilz verschreiben, der bis zum vollständigen und gesunden Nachwachsen des betroffenen Nagels (circa drei bis sechs Monate) aufzutragen ist.

Um eine erneute Ansteckung zu vermeiden, wird diese Behandlung oft durch eine Creme oder Salbe für die Zehenzwischenräume sowie eine regelmäßige Desinfektion des Schuhwerks ergänzt.

Tabletten Gegen Nagelpilz

Wenn die bisherigen Behandlungen nicht ausreichen, der Nagelpilz größere Flächen befallen oder sich auf mehrere Nägel ausgebreitet hat, wird die äußerliche Behandlung in der Regel über einen Zeitraum von zwei bis sechs Monaten um eine orale Behandlung mit Tabletten (Terbinafin, Fluconazol, Itraconazol) ergänzt.

Auch wenn diese Form der Behandlung zu den wirksamsten zählt, sind die Tabletten nicht unbedenklich. So können Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten. Terbinafin wird beispielsweise nur unter Überwachung der Leberfunktion verabreicht.

Chirurgische Entfernung Des Nagels

Eine weitere wirksame Option (insbesondere bei durch Schimmelpilze verursachtem Nagelpilz) ist die chirurgische Entfernung. Dabei wird der befallene Teil des Nagels abgeschnitten oder abgeschliffen, um die Infektionsherde zu entfernen.

Von dem so freigelegten Nagel kann der Pilz nun beispielsweise mit einem Spatel abgeschabt werden, um eine gesunde Nagelbasis zu erhalten. Auch wenn diese mechanische Behandlung auf den ersten Blick abschreckend erscheinen mag, erfolgt sie vollkommen schmerzfrei, da die Haut unter dem abgelösten Nagel bereits vernarbt ist.

Auf Wunsch führt die medizinische Fachkraft im Anschluss mithilfe einer synthetischen Prothese aus Harz oder Gel eine Onychoplastik oder Nagelrekonstruktion durch. Diese Rekonstruktion verbessert nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild des Nagels, sondern fördert auch ein gesundes Nachwachsen, da sie eine Schutzbarriere für das Nagelbett bildet.

Laserbehandlung Gegen Nagelpilz

Bei der Laserbehandlung wird der Nagelpilz durch Laserstrahlen mit einer Temperatur von über 60 °C abgetötet. Die Behandlung wird ohne Betäubung durchgeführt und kann vorübergehend leichte Schmerzen verursachen.

In der Regel umfasst die Lasertherapie zwei bis vier etwa 15-minütige Sitzungen. Sollte der Nagelpilz bereits weit vorangeschritten sein, sind mitunter weitere Behandlungseinheiten erforderlich.

Die hohe Präzision des Lasers ermöglicht es, ausschließlich den betroffenen Bereich zu behandeln, ohne das gesunde umliegende Gewebe zu gefährden.

Außerdem birgt die Behandlung keinerlei Risiko von Nebenwirkungen oder medizinischen Kontraindikationen, auch wenn sie den Nagel und das Nagelbett stark austrocknen kann (für ein gesundes Nachwachsen ist in diesem Fall die Anwendung von Seren wie denen von PODERM® erforderlich). Tatsächlich ist die Laserbehandlung die derzeit wirkungsvollste Methode gegen Nagelpilz.

Wichtig: Der chirurgische Laser hat nichts mit UV-Lampen oder Blaulichtgeräten gemein. Diese können rezeptfrei erworben werden, weisen aber keinerlei belegbare Wirksamkeit auf.

Wie pflegt man einen von Nagelpilz befallenen Nagel?

Begleitend zu einer geeigneten Behandlung ist auch die einwandfreie Hygiene und Pflege des oder der von der Pilzinfektion befallenen Nägel für die Heilung entscheidend.

Wie Schneidet Man Einen Nagel Mit Nagelpilz?

Es ist wichtig, den von Nagelpilz betroffenen Zehen- oder Fingernagel regelmäßig zu schneiden. Dadurch wird der beschädigte Teil nach und nach entfernt und ein gesundes und gleichmäßiges Nachwachsen gefördert.

Wie Feilt Man Einen Nagel Mit Nagelpilz?

Durch Feilen können Sie die Dicke des erkrankten Nagels reduzieren, damit die Nagelpilz-Behandlung besser eindringen kann. Es wird empfohlen, den betroffenen Nagel einmal pro Woche leicht abzufeilen.

Wie Lässt Sich Nagelpilz Kaschieren?

PODERM® hat eine Reihe von durchlässigen Color Care Pflegelacken entwickelt, die es unserem Serum und Booster gegen Nagelpilz ermöglichen, optimal in den Nagel einzudringen und ihn tiefenwirksam zu regenerieren, während sie den Nagelpilz auf subtile Weise kaschieren.

Wie lange dauert die Behandlung von Nagelpilz?

Für die Behandlung einer Nagelpilzinfektion ist einiges an Geduld erforderlich, denn es handelt sich um einen zeitaufwändigen Prozess:

  • Bei einer Nagelpilzinfektion an den Füßen ist mit einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von sechs Monaten zu rechnen (bei einem durchschnittlichen Nagelwachstum von 1,5 mm pro Monat).
  • Bei einer Nagelpilzinfektion an den Händen dauert die Behandlung in der Regel etwa vier Monate (bei einem durchschnittlichen Nagelwachstum von 2 bis 3 mm pro Monat).

Auch die folgenden Faktoren können die Behandlungsdauer beeinflussen:

  • Schwere der Infektion: Ein frühzeitig erkannter und behandelter Nagelpilz heilt schneller als eine weit vorangeschrittene Infektion.
  • Betroffene Körperstelle: Die Heilung von Zehennägeln, insbesondere des großen Zehs, dauert in der Regel länger als die von Fingernägeln.
  • Wachstumsgeschwindigkeit: Ein schnelles Nagelwachstum kann zu einer verkürzten Behandlungsdauer beitragen.
  • Allgemeiner Gesundheitszustand: Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Durchblutungsstörungen kann es zu einer verlängerten Behandlungsdauer kommen.
  • Art der gewählten Behandlung: Bestimmte Behandlungen (z. B. Tabletten) wirken in der Regel schneller als äußerliche Anwendungen, sind jedoch nicht in allen Fällen geeignet.
  • Kontinuität der Behandlung: Eine konsequente und kontinuierliche Behandlung ist entscheidend, um die Heilungschancen zu maximieren. 

Eine Nagelpilzinfektion gilt als geheilt, wenn der Nagel wieder vollständig glänzend und glatt erscheint. Es dürfen keinerlei weißliche oder gelbliche Flecken und keine Verdickungen mehr zu sehen sein.

Wichtig: Auch nach dem vermeintlichen Abklingen sichtbarer Symptome wird empfohlen, die Behandlung noch einige Wochen fortzusetzen. So können Sie sicherstellen, dass die Infektion vollständig beseitigt ist. Durch eine geeignete Nagelpflege können Sie zudem ein Wiederauftreten verhindern, insbesondere durch die regelmäßige Anwendung des Serums für rissige und brüchige Nägel.

Kann Nagelpilz von selbst wieder verschwinden?

Ohne eine geeignete Behandlung wird eine Nagelpilzinfektion langfristig bestehen bleiben. Die Nägel und insbesondere Zehennägel wachsen sehr langsam: Es dauert etwa vier Monate, bis ein Fingernagel vollständig nachgewachsen ist. Die Erneuerung eines Zehennagels nimmt sogar sechs bis zwölf Monate in Anspruch.

Während dieser Zeit hat der für die Infektion verantwortliche Pilz ausreichend Zeit, sich auszubreiten. Dabei wirkt die Nagelplatte wie eine Barriere, die die darunterliegenden Pilze schützt und ihre hilfsmittelfreie Entfernung unmöglich macht

Welche Risiken birgt unbehandelter Nagelpilz?

Eine unbehandelte Nagelpilzinfektion kann im Laufe der Zeit auf die Nagelmatrix übergreifen, was die spätere Behandlung erheblich erschwert und zu größeren Schäden und sogar zur vollständigen Zerstörung der Nagelplatte führen kann.

In einigen Fällen kann der Pilz auch benachbarte Nägel und andere Körperteile befallen.

Bei Diabetes kann eine Nichtbehandlung des Nagelpilzes zudem zu bakteriellen Infektionen sowie zum Auftreten von schwer heilenden Wunden führen.

gros plan sur un ongle mycosé avec application d'un traitement contre la mycose

Wie kann man dem erneuten Auftreten von Nagelpilz vorbeugen?

Leider ist die Rückfallgefahr bei Nagelpilz sehr hoch und äußerst frustrierend. Ein erneutes Auftreten der Infektion kann die folgenden Gründe haben:

  • Verspätete oder nicht ausreichende Erstbehandlung
  • Erneute Infektion aufgrund einer für Pilze günstigen Umgebung oder durch das Tragen von noch mit Sporen kontaminierten Schuhen
  • Den Pilzbefall begünstigende Begleiterkrankungen

Durch die folgenden Maßnahmen können Sie einer erneuten Pilzinfektion vorbeugen:

  • Wählen Sie komfortable und optimal auf Ihre Fußform und -größe abgestimmte Schuhe aus atmungsaktiven Materialien.
  • Befolgen Sie die verschriebene Behandlung bis zum Ende, auch wenn die Symptome bereits abgeklungen sind (in der Regel bis zum vollständigen Nachwachsen des betroffenen Nagels).
  • Achten Sie auf eine einwandfreie Fußhygiene, indem Sie Ihre Füße täglich waschen und sorgfältig abtrocknen, insbesondere zwischen den Zehen.
  • Halten Sie Ihre Nägel kurz und sauber.
  • Tragen Sie Baumwollsocken, um Fußschweiß möglichst zu minimieren.
  • Desinfizieren Sie Nagelknipser, Schere und Feile nach jedem Gebrauch.
  • Lassen Sie Ihre Sportschuhe nach jedem Gebrauch vollständig trocknen und desinfizieren Sie sie bei Bedarf mit einem Schuhspray zur Bekämpfung von Fuß- und Nagelpilzerregern.
  • Tragen Sie Handschuhe aus Gummi und Baumwolle, um den Kontakt mit Wasser im Haushalt oder am Arbeitsplatz zu vermeiden.
  • Nutzen Sie desodorierendes Fußpuder, um Schweiß und Feuchtigkeit zu binden.
  • Vermeiden Sie es, zu Hause und im Freien barfuß zu laufen (und tragen Sie im Schwimmbad und in Umkleideräumen Flip-Flops oder Sandalen).
  • Untersuchen Sie regelmäßig Ihre Hände und Füße, um bei ersten Symptomen sofort handeln zu können.

Quellen:

https://www.sfdermato.org/upload/recommandations/onychomycoses-ea897f8482d176d93ec53661dbea2561.pdf

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1468-3083.2005.01283.x

https://www.ameli.fr/assure/sante/themes/mycose-cutanee-peau

https://ordredespodiatres.qc.ca/wp-content/uploads/2019/10/INFO-LASER-PATIENT-3.pdf