Nagelpilzinfektionen an den Fuß- und Fingernägeln sind weit verbreitet. Ihre Behandlung kann sich als äußerst langwierig erweisen und zu ästhetischen Beeinträchtigungen führen.
Auf den ersten Blick mag es verlockend erscheinen, natürliche Heilmittel und Hausmittel zur Bekämpfung von Nagelpilz einzusetzen. Wir klären auf, wie wirksam diese Lösungen tatsächlich sind.
Nagelpilz an den Füßen oder Händen erkennen
Nagelpilz (oder Onychomykose) äußert sich durch eine Verdickung, Spaltung oder Ablösung und/oder eine gelbe oder weiße Verfärbung des betroffenen Nagels.
Er kommt sowohl an den Füßen als auch an den Händen vor, ist jedoch am häufigsten an den Füßen und insbesondere am großen Zeh anzutreffen.
Wie kann man Nagelpilz auf natürliche Weise behandeln?
Es gibt zahlreiche natürliche Heilmittel und Hausmittel, denen nachgesagt wird, Nagelpilz erfolgreich behandeln zu können. In der Realität hat allerdings bislang keines davon seine Wirksamkeit unter Beweis stellen können.
Gerade bei stark ausgeprägtem Nagelpilz können diese Alternativen die Heilung sogar verzögern und unerwünschte Nebenwirkungen nach sich ziehen:
- Ausbreitung des Pilzes auf weitere Nägel oder Körperteile
- Risse im Nagel
- Juckreiz, Schmerzen oder Brennen
Für die rasche und wirksame Behandlung von Nagelpilz ist es daher empfehlenswert, schnellstmöglich einen Termin bei einem/einer Podolog:in zu vereinbaren. Bei Nagelpilz an den Händen kann auch ein:e Dermatolog:in weiterhelfen.
Diese Fachkräfte können eine präzise Diagnose stellen und eine der Schwere der Pilzinfektion angemessene Behandlung verschreiben, um so ein Ablösen oder sogar Abfallen des Nagels zu verhindern.
Um frühzeitig gegen die Pilzinfektion anzugehen, können Sie außerdem das Nagelpilz-Serum von PODERM® auftragen. Diese Behandlung gegen Nagelpilz an Händen und Füßen ist gegen alle Arten von Pilzen wirksam.
Die lokale Anwendung verhindert die Ausbreitung auf andere Nägel und bildet einen schützenden Lipidfilm, der den Nagelpilz beseitigt, den Nagel repariert und ein gesundes Nachwachsen ermöglicht.
Ätherische Öle Gegen Nagelpilz
Aufgrund ihrer potenziell antiseptischen und antimykotischen Eigenschaften werden ätherische Öle wie Teebaumöl, Oreganoöl, Palmarosaöl oder Lavendelöl immer wieder zur Behandlung von Nagelpilz eingesetzt.
Die Anwendung variiert: Je nach Art des Öls wird es pur oder in Kombination mit einem Pflanzenöl (Jojoba oder Süßmandel) zweimal täglich in den Nagel einmassiert.
Unsere Einschätzung zu ätherischen Ölen gegen Nagelpilz: In reiner Form können ätherische Öle Reizungen und Allergien auslösen. Außerdem ist die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern nicht empfehlenswert. Nach der Verwendung von Palmarosaöl sollte man die behandelten Körperteile zudem nicht der Sonne aussetzen.
Fussbäder Gegen Nagelpilz
Fußbäder sind ein gängiges Hausmittel und werden häufig zur Behandlung von Nagelpilz empfohlen. Je nach Zutaten sind dabei allerdings große Unterschiede zu verzeichnen.
Von der Verwendung von Bleichmittel zur Behandlung von Nagelpilz wird beispielsweise dringend abgeraten, da es aggressiv auf die Haut wirkt. Auch Bäder mit Wasserstoffperoxid, chlorhaltige Wunddesinfektionslösungen oder rotes Betadine haben sich bei der Behandlung von Pilzinfektionen als unwirksam erwiesen.
Obwohl es vermeintlich sinnvoll erscheinen mag, den betroffenen Bereich zu desinfizieren, kann nur ein Antimykotikum den Pilz wirksam bekämpfen. Es ist jedoch generell empfehlenswert, Scheren, Nagelknipser und Feilen regelmäßig zu desinfizieren.
Unsere Einschätzung zu Fußbädern gegen Nagelpilz: Fußbäder sind kaum bis nicht wirksam und können eine podologische Behandlung nicht ersetzen.
In Kombination mit unserem klassischen Serum ist das Booster-Serum – Nagelpilz von PODERM® insbesondere für hartnäckige Infektionen geeignet. Es wird von Fachleuten empfohlen und wirkt wie ein Booster, indem es die Wirkung des Serums gegen Nagelpilz verstärkt und so eine schnellere Heilung ermöglicht.
Apfelessig Und Weisser Essig Gegen Nagalpilz
Durch ihren sauren pH-Wert sollen Apfelessig und weißer Essig dazu beitragen, Pilze und Bakterien bei leichtem oder noch nicht weit fortgeschrittenem Nagelpilz zu entfernen.
Dazu wird in der Regel empfohlen, den betroffenen Bereich täglich 30 Minuten lang in einer Mischung aus Wasser und Essig zu baden, bis die Infektion abgeklungen ist.
Unsere Einschätzung zu weißem Essig und Apfelessig gegen Nagelpilz: Wie auch bei den vorherigen Mitteln konnte bislang keine wissenschaftliche Studie die Wirksamkeit dieser beiden Flüssigkeiten bei der Behandlung von Nagelpilz nachweisen.
Rizinusöl Gegen Nagelpilz
Bestimmten Pflanzenölen wie Rizinusöl, Schwarzkümmelöl oder Kokosöl werden antimykotische, antimikrobielle oder schützende Eigenschaften zugeschrieben.
Grapefruitkernextrakt soll dank der darin enthaltenen Flavonoide dazu beitragen, die Entwicklung des Pilzes Candida (oder Hefepilz) zu hemmen.
Diese Öle werden in der Regel pur auf die betroffenen Stellen aufgetragen und einmassiert, bis sie in die Haut einziehen.
Unsere Einschätzung zu pflanzlichen Ölen gegen Nagelpilz: Zwar verfügen pflanzliche Öle über pflegende Eigenschaften, haben aber keinerlei Einfluss auf die Heilung einer Pilzinfektion.
Zitronensaft Gegen Nagelpilz
Zitronen enthalten Zitronensäure, der wiederum antimykotische Eigenschaften nachgesagt werden. In der Regel wird empfohlen, den Zitronensaft auf den betroffenen Nagel aufzutragen, ihn 10 Minuten einwirken zu lassen und dann gründlich abzuspülen.
Unsere Einschätzung zu Zitronensaft gegen Nagelpilz: Wir raten dringend von der Verwendung ab, da Zitronensaft Verbrennungen auf der Haut verursachen kann.
Darüber hinaus kommen noch viele weitere Mittel wie Knoblauch, Natron, Tigerbalsam, kolloidales Silber, Aloe Vera, Kampfer, Meerwasser oder Propolis bei Nagelpilz zum Einsatz. Auch ihnen konnte die Wissenschaft jedoch bislang keine Wirksamkeit nachweisen.
