Fußpflege

Wie kann man Hühneraugen erkennen und behandeln?

09.12.2025

8 min Lesung

Wissenschaftliche Validierung
Claire Dufour
Podologe PODERM®
Cor au pied – Œil de Perdrix : comment l’enlever et le reconnaitre ?

Hühneraugen am Fuß sind zwar prinzipiell harmlos, können sich aber als äußerst schmerzhaft erweisen und so das tägliche Leben beeinträchtigen, indem sie das Gehen erschweren und mitunter sogar zu Stürzen führen.

Doch glücklicherweise gibt es Lösungen, die Hühneraugen selbst bei wiederholtem Auftreten erfolgreich behandeln können.

In diesem Artikel erfahren Sie, was ein Hühnerauge überhaupt ist, wie man es erkennt und welche Behandlungen eine schnelle Linderung verschaffen.

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Was versteht man unter einem Hühnerauge?

Ein Hühnerauge ist eine lokale Verdickung der Haut (Hyperkeratose), die sich in der Regel durch anhaltenden Druck oder Reibung auf knochennaher Haut bildet.

Hühneraugen sind nicht ansteckend und zeichnen sich durch einen kleinen und sehr harten Kern in Form eines umgekehrten Kegels aus, dessen Spitze mehr oder weniger tief in die Haut eindringt.

Dieser sogenannte Sporn ist für die mit einem Hühnerauge einhergehenden Schmerzen verantwortlich, da er wie eine Spitze oder ein kleiner Stein auf das darunterliegende Gewebe drückt.

Auch wenn der Kegel auf den ersten Blick wie eine Wurzel erscheint, ist das Hühnerauge streng genommen nicht in der Haut verwurzelt.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Arten von Hühneraugen, die sich je nach Aufbau und Beschaffenheit unterscheiden.

Hartes Hühnerauge (Clavus Durus)

Ein hartes Hühnerauge befindet sich meist an den Gelenken auf der Oberseite der letzten drei Zehen oder am äußeren Rand des kleinen Zehs – also an Stellen, die direkter Reibung und Druck durch ungeeignetes Schuhwerk ausgesetzt sind. Hierbei handelt es sich um die am häufigsten auftretende Art von Hühnerauge.

Weiches Hühnerauge (Clavus Mollis)

Das weiche Hühnerauge bildet sich meist zwischen zwei Zehen und tritt insbesondere zwischen der vierten und fünften Zehe auf. Da es sich an einer vergleichsweise feuchten Stelle befindet, nimmt es eine weißliche Farbe an und ist – wie der Name schon sagt – von weicherer Beschaffenheit.

Weiche Hühneraugen treten in der Regel paarweise auf und sind an ihrem roten Rand und dem schwarzen Punkt in ihrer Mitte zu erkennen. Sie sind es auch, die einem tatsächlichen Hühnerauge am ähnlichsten sehen.

Clavus Neurovascularis

Diese Hühneraugen sind in der Hornhautschicht von Blutgefäßen oder Nerven durchzogen und treten in der Regel an der Ferse oder an der Fußsohle auf. Sie sind sehr hart und besonders schmerzempfindlich.

Pseudohühnerauge (Clavus Miliaris)

Ein „Pseudohühnerauge“ oder „Hirsekorn“ bezeichnet eine kleine, punktförmige Hornhautanomalie, die durch Druck und Reibung oft gehäuft auftritt. Diese Form verursacht in der Regel keine oder kaum Schmerzen.

Hühnerauge, Hornhaut Oder Fusswarze: Was Sind Die Unterschiede?

Während das Hühnerauge auf einen Bereich von wenigen Millimetern beschränkt ist, nimmt Hornhaut am Fuß weniger definierte Konturen an und ist ausgedehnter, flacher, gelblich verfärbt und spröde. Hühneraugen werden vorrangig durch punktuellen Druck verursacht, während Hornhaut vermehrt durch Reibung entsteht.

Mitunter wird das Hühnerauge auch mit einer Fußwarze verwechselt. Die durch einen Virus verursachte Warze ist in der Regel flach, in der Mitte weiß verfärbt und tritt häufig im Mosaik auf.

Im Zweifelsfall kann ein:e Podolog:in eine konkrete Diagnose stellen, indem ein kleiner Einschnitt in die betroffene Stelle vorgenommen wird. Ein Hühnerauge lässt normalerweise einen klar abgegrenzten gelben und halbtransparenten Bereich erkennen. Blutungen sind zudem ein Hinweis auf ein Clavus neurovascularis.

Was sund die Ursachen für Hühneraugen am Fuß?

Wie die meisten Hornhautverdickungen entsteht ein Hühnerauge in der Regel durch übermäßigen Druck, der an den Füßen meist von zu engen oder zu steifen Schuhen hervorgerufen wird. Auch hohe Absätze begünstigen die Entstehung von Hühneraugen, da das Körpergewicht vermehrt auf dem Vorderfuß lastet. Dies erklärt übrigens auch, warum Frauen vergleichsweise häufiger zu Hornhaut an den Füßen neigen.

Angesichts dieser chronischen Belastungen versucht die Haut, sich zu schützen. Dazu beschleunigt sie die Keratinproduktion, bis sich die Haut verdickt. Dieses Phänomen wird als Hyperkeratose bezeichnet.

Bei älteren Menschen können Hühneraugen auftreten, wenn sich die Fettschicht, die als natürliche Schutzpolsterung für den Fuß wirkt, zunehmend zurückbildet.

Auch Fehlstellungen können die Bildung von Hühneraugen begünstigen. So passen Menschen, die von Hallux valgus, Krallenzehen oder Senk- oder Hohlfüßen betroffen sind, ungewollt ihre Körperhaltung an, was wiederum zu einer unausgewogenen Gewichtsverteilung und damit einhergehenden Druckpunkten führt.

Welche Symptome charakterisieren ein Hühnerauge?

Alle Arten von Hühneraugen (mit Ausnahme des Pseudohühnerauges) gehen typischerweise mit mehr oder weniger starken Schmerzen einher. So kann sich insbesondere die beim Gehen erfolgende Druckausübung als sehr schmerzhaft erweisen. Darüber hinaus kann sich ein Hühnerauge rot verfärben, anschwellen oder in fortgeschrittenen Stadien sogar entzünden, was mit einem Risiko für Osteitis (Entzündung des Knochengewebes) einhergeht.

Das grundlegende Erscheinungsbild hängt von der Art des Hühnerauges ab. Ein hartes Hühnerauge bildet eine kompakte Kugel in der Größe einer Erbse, das weiche Hühnerauge eine weiße Verdickung mit einem schwarzen Punkt und das Pseudohühnerauge punktförmige Vertiefungen.

Was hilft schnell bei Hühneraugen am Fuß?

Um die Schmerzen schnell zu lindern und die Entzündung an oder zwischen den Zehen abklingen zu lassen, muss die Haut vor weiterem Druck geschützt werden.

Mit den Digitubes hat PODERM® ein medizinisches Produkt entwickelt, das der Verdickung der Haut Einhalt gebietet. Diese Schutzvorrichtungen für Hühneraugen am Fuß präsentieren sich in Form von waschbaren und elastischen Röhrchen. Sie dämpfen den Druck, bieten mithilfe des Arnika-Gels eine sofortige Schmerzlinderung und tragen zum Abheilen der Hühneraugen bei.

Die Digitubes von PODERM® können zur Vorbeugung und Pflege verwendet und mit dem Serum von PODERM® kombiniert werden, das den Kern des Hühnerauges aufweicht und so den Schmerz weiter lindert.

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Kann man Hühneraugen am Fuß selbst entfernen?

Obwohl häufig empfohlen wird, das Hühnerauge in Eigenregie aufzuweichen und abzufeilen, um den Druck und die Schmerzen zu lindern, raten wir von dieser Praktik ab. Ein übermäßiges Feilen der Hornhaut kann zu Entzündungen oder sogar Blutungen führen, die wiederum Entzündungen begünstigen und somit zu einer Verschlimmerung führen können.

Ebenso werden keratolytische oder hornhautlösende Mittel (wie Salicylsäure oder Schrundensalbe) häufig zur Behandlung von Hornhaut eingesetzt.

Abgesehen davon, dass diese nur oberflächlich auf die Hornhaut einwirken, sind sie mit großer Vorsicht anzuwenden, da sie die gesunde umliegende Haut schädigen und Wunden verursachen können.

Personen mit Hauterkrankungen an den Füßen (Ekzeme, Psoriasis, Nagelpilz etc.) oder Diabetes sollten gänzlich von der Anwendung absehen.

Auch von einem nicht professionellen Abtragen mit einem Hornhauthobel oder sonstigen Klingen ist dringend abzuraten. Da das Hühnerauge tief ins Gewebe eindringt, besteht bei der Eigenbehandlung die Gefahr, dass nur der sichtbare Teil entfernt wird – nicht jedoch der für die Schmerzen verantwortliche Hornkegel. Dies könnte die Schmerzen sogar noch weiter verstärken und Entzündungen hervorrufen.

Empfehlenswert ist es hingegen, die Haut mit einem geeigneten Serum optimal zu pflegen und geschmeidig zu machen, die betroffene Stelle zu schützen und bei Bedarf einen Termin bei einem/einer Podolog:in zu vereinbaren.

Wie behandelt und entfernt man Hühneraugen am Fuß?

Wenn das Tragen der Digitubes nicht die gewünschte Besserung erzielt, das Hühnerauge starke Schmerzen hervorruft, sich entzündet oder verhärtet, Sie unter Diabetes oder einer Durchblutungsstörung in den unteren Gliedmaßen leiden, sollten Sie sich ohne Umwege an eine:n Podolog:in wenden.

Diese:r kann nach der Untersuchung eine Diagnose stellen, die geeignete Behandlung vornehmen sowie Maßnahmen zur Vermeidung eines erneuten Auftretens empfehlen.

Behandlung Eines Entzündeten Hühnerauges

Entzündungen sind zwar selten, müssen aber ggf. professionell behandelt werden. In diesem Fall verschreibt der/die Podolog:in desinfizierende Mittel sowie eine medizinische Nachsorge.

Hühneraugen Ausschaben

Wenn das Hühnerauge beim Gehen Schmerzen hervorruft, können Sie es durch eine:n Podolog:in professionell entfernen lassen. Diese:r legt den Hornkegel zunächst frei und entfernt ihn dann aus dem Gewebe.

Diese mit geeigneten Instrumenten wie Feile und Skalpell durchgeführte Technik ermöglicht es, das Hühnerauge vollständig zu entfernen und somit die Schmerzen zu tilgen.

Je nach Ausmaß und Tiefe des Hühnerauges sind dazu mitunter mehrere Behandlungen erforderlich.

Orthesen Für Hühneraugen Am Fuss

Wenn das Hühnerauge von einer unausgewogenen Körperhaltung verursacht wird (z. B. aufgrund einer Fehlstellung), kann Ihnen ein:e Podolog:in geeignete Fuß- bzw. Zehenorthesen verschreiben.

Das Tragen von orthopädischen Einlagen oder maßgefertigten Orthesen trägt dazu bei, den Druck auf die betroffenen Stellen zu reduzieren.

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Kann man ein Hühnerauge mit Hausmitteln behandeln?

Da Hühneraugen am Fuß stark verbreitet sind, ist es wenig überraschend, dass man immer wieder auf verschiedenste Hausmittel stößt, die eine schnelle und natürliche Linderung versprechen. Wie es auch bei Warzen der Fall ist, liegen jedoch bislang keinerlei wissenschaftliche Nachweise für die tatsächliche Wirksamkeit dieser Hausmittel vor.

Darüber hinaus ist bei der Anwendung Vorsicht geboten: Auch wenn natürliche „Heilmittel“ harmlos erscheinen mögen, können sie die Heilung des Hühnerauges verzögern oder sogar zu einer Verschlimmerung führen.

Ätherische Öle Zur Behandlung Von Hühneraugen

Immer wieder werden ätherische Öle wie Teebaumöl oder Wintergrünöl zur Behandlung von Hühneraugen empfohlen: ersteres aufgrund seiner reinigenden Eigenschaften und zweiteres aufgrund seines natürlichen Gehalts an Salicylsäure.

Allerdings können sich beide als schädlich erweisen, wenn sie unverdünnt oder in falscher Dosierung angewendet werden. Darüber hinaus besteht das Risiko, die betroffene Stelle durch die Anwendung weiter auszutrocknen.

Wenn Sie dennoch ein oder mehrere ätherische Öle zur Behandlung eines Hühnerauges verwenden möchten, sollten Sie diese unbedingt mit einem neutralen Pflanzenöl verdünnen und vor der Anwendung einen Allergietest durchführen.

Wichtig: Während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern wird von der Verwendung von ätherischen Ölen ausdrücklich abgeraten.

Weisser Essig Oder Apelessig Zur Behandlung Von Hühneraugen

Weißer Essig und Apfelessig sind für ihre antibakteriellen und antimykotischen Eigenschaften bekannt. Durch ihren Säuregehalt sollen sie außerdem dazu beitragen, die Oberfläche von Hühneraugen aufzuweichen.

Dazu wird oft empfohlen, einen Teil Essig mit drei Teilen Wasser zu vermengen, die so entstehende Lösung direkt auf das Hühnerauge aufzutragen, es mit einem Pflaster abzudecken und über Nacht einwirken zu lassen. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis das Hühnerauge vollständig verschwunden ist.

Dabei ist zu beachten, dass sowohl weißer Essig als auch Apfelessig Rötungen, Reizungen oder sogar Schmerzen verursachen können. Ist dies der Fall, sollten Sie die Anwendung umgehend abbrechen und die Haut gründlich mit klarem Wasser abspülen.

Tigerbalsam Zur Linderung Von Hühneraugen

Um die mit einem Hühnerauge verbundenen Schmerzen zu lindern, wird manchmal zur Verwendung von rotem Tigerbalsam geraten. Dazu wird der Balsam in den Händen erwärmt und dann auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen.

Das Expertenteam von PODERM® rät jedoch ausdrücklich von der Anwendung ab, da zahlreiche Nebenwirkungen auftreten können. Dazu zählen insbesondere eine Verschlimmerung der Entzündung, eine verzögerte Wundheilung, Hautreizungen, ein brennendes Gefühl sowie allergische Reaktionen.

Hühneraugen Am Fuss Mit Knoblauch Entfernen

Knoblauch verfügt über antibakterielle und antimykotische Eigenschaften. Der Volksmund sagt ihm eine heilende Wirkung gegen Hühneraugen nach, wenn eine zerdrückte Zehe auf die betroffene Stelle aufgetragen und über Nacht mit einem Pflaster abgedeckt wird.

Die Wissenschaft konnte dem Knoblauch keine positive Wirkung zur Behandlung von Hühneraugen nachweisen, jedoch kann die wiederholte Anwendung von Knoblauch auf der Haut zur Bildung übelriechender Blasen führen.

Hühneraugen Mit Natron Behandeln

Die peelenden Eigenschaften können zur Behandlung von Hühneraugen beitragen. Dazu wird empfohlen, ¼ Natron mit ¾ Wasser zu vermengen und die so entstehende Paste 30 Minuten lang auf der schmerzenden Stelle einwirken zu lassen, bevor alle Rückstände gründlich abgespült werden.

Da Natron jedoch eine austrocknende Wirkung hat, kann auch der gegenteilige Effekt eintreten und die Hornhaut sich noch verstärken.

Weichmachendes Fussbad Bei Hühneraugen

Fußbäder können zu einer vorübergehenden Schmerzlinderung bei Hühneraugen beitragen. Bitte sehen Sie jedoch davon ab, nach dem Fußbad zu versuchen, das aufgeweichte Hühnerauge selbst zu entfernen.

Außerdem sollten Fußbäder nur gelegentlich durchgeführt werden und nicht zu lange andauern, um die Haut nicht noch mehr auszutrocknen.

Gros plan sur une personne prenant un bain de pied

Welche Fußpflege hilft dauerhaft gegen Hühneraugen?

Es gibt mehrere bewährte Methoden und einfache Maßnahmen, um das einmalige oder wiederholte Auftreten von Hühneraugen zu bekämpfen.

Im ersten Schritt sollten Sie sichergehen, dass Sie über komfortable und optimal passende Schuhe verfügen. Diese sollten den Zehen (insbesondere dem kleinen Zeh) und dem gesamten Fuß ausreichend Bewegungsfreiheit lassen und keine Innennähte aufweisen, um Reibung möglichst vorzubeugen.

Die Sohle sollte über eine optimale Dämpfung verfügen, während hohe Absätze oder spitz zulaufende Zehen möglichst ganz vermieden werden sollten.

Im Idealfall wechseln Sie täglich zwischen verschiedenen Schuhmodellen – denn: Es ist nicht der Schuh, der sich Ihrem Fuß anpasst, sondern umgekehrt!

Darüber hinaus sollten Sie Ihre Füße und Zehenzwischenräume möglichst sauber und trocken halten, um Feuchtigkeit und Ablagerungen zu vermeiden. Nehmen Sie sich außerdem die Zeit, Ihre Füße regelmäßig auf beginnende Verdickungen zu untersuchen.

Tragen Sie zusätzlich jeden Abend ein pflegendes Fußserum auf, um die Haut der Füße mit Feuchtigkeit zu versorgen und ihre Elastizität zu erhalten.